Angststörungen, Ängste, Phobien und Stress

Ängste und Phobien sind grundsätzlich positiv, doch können sie ab einer gewissen Ausprägung auch das Leben negativ beeinflussen.

Zunächst ist es wichtig, die Begriffe Angst und Phobie zu unterscheiden. Beide Begriffe gehören, wenn sie als einschränkend empfunden werden, zu den s.g. Angststörungen und sind in der Regel pathologisch. Eine Angststörungen ist ein Angstgefühl, welches permanent vorhanden ist. Man nennt sie deshalb auch frei flottierend.

Ohne Ängste könnten wir jedoch nicht überleben. Sie helfen uns unseren Alltag zu meistern. Beim Auftreten einer Angst stehen neben den Gedanken, auch physiologische Reaktionen des Körpers im Vordergrund. Diese können Schwitzen, Herzrasen, Zittern usw. sein. Diese werden durch das Ausschütten von Stresshormonen ausgelöst, die das logische Denken kurzzeitig deaktivieren (Black-Out). Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt und ein Notfallprogramm zur Sicherung des Überlebens startet.

Bei einer Angststörung hingegen wird dieses Notfallprogramm ohne vorherige Ankündigung dauerhaft ausgelöst.

 

Im Falle einer Phobie ist eine Situation oder ein Objekt der Auslöser. Sowohl die Angststörung, als auch die Phobie sind nicht angeboren, sondern wurden in der Vergangenheit erlernt – durch eigene (traumatische) Erfahrungen oder durch Nachahmung.

Weitere Informationen zu Phobien

 

Stress und Stressbewältigung

Bei Stress kann man zwischen zwei verschiedenen Typen unterscheiden. Den Eustress (hat nichts mit der EU zu tun) und den Disstress. Beides sind Stressoren, die unsere Psyche beeinflussen.

Eustress

Der EU-Stress ist s.g. positiver Stress, der dann aufkommt, wenn wir engagiert an einem Thema arbeiten, eine Firma gründen, die Wohnung renovieren usw.

Es ist also ein freudiger Stress, der Glückshormone freisetzen kann.

Die Herausforderung beim Eustress ist, dass er nicht eines Tages in einen Disstress umschlägt.

Disstress

Diese Stressortyp hingegen erzeugt negative Gefühle, belastet die Psyche und kann sich im schlimmsten Falle zu körperlichen Symptomen und Krankheiten führen (Burn-Out, Depression, Schmerzstörungen, Verdauungsstörungen, Schlafstörungen usw.).

Dieser Stressor erzeugt auch negative Gedanken, die unser Verhalten und unser Gesundheit beeinflussen.

Diese Gedanken, bzw. Glaubenssätze, können u.a. folgende sein:

  • es belastet mich
  • es liegt mir schwer auf den Schultern
  • ich kann es nicht mehr hören
  • ich kann es nicht mehr sehen
  • daran habe ich schwer zu verdauen
  • ich habe keine Lebensberechtigung
  • ich bin nichts wert
  • das schaffe ich nie
  • ich habe immer nur Pech
  • etc.


Bei Ängsten, Phobien und Stress kann die Angsttherapie und Stresstherapie bspw. Hypnotherapie ein Weg sein, um Linderung zu erreichen, die körperlichen Symptome zu reduzieren und eine positive Lebenseinstellung zu erhalten.

Textname: Angsttherapie und Stresstherapie

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